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MontagsMutMacher | 11.07.2022

Liebe CVJM-Community!

Manchmal kommt mir, wenn ich jemanden zufällig mal wiedersehe, mit dem ich mehrere Jahre meiner Kindheit/Jugend verbracht habe, dieser Satz in den Sinn.

Wir schauen uns an. Sehen den anderen. Wir teilen nicht mehr unsere Leben. Doch es gibt dich und mich noch immer. Unsere Vergangenheit haben wir nicht allein durchlebt. 

Blicken uns in die Augen. Ein kurzes: Ich weiß wer du bist. Wissen welche Erfahrung dich prägten; genau wie mich. Es ist nur ein Hauch einer Ahnung, doch sie bleibt.

Musste es so sein? Dass wir auf dem Parkplatz stehen, uns in die Augen sehen? Dieser Moment so stark, dass sich all die Jahre in ihm widerspiegeln. Sie als Film vor mir abspielend. Dieses unbeschreibliche Gefühl: Menschen bei mir zu wissen, die ich seit Jahren nicht mehr sah. Zu wissen, dass sie an einen denken, ohne ein Wort.

Es ist dunkel. Ich liege auf meinem Bett. Musik im Ohr. 

Und es ist ok. Alles auf dem Weg. Menschen kennenlernen. Erlebnisse teilen. Verbunden durch den Moment. Freundschaft knüpfen. Liebe finden und sich binden. Sich wieder trennen und neue Wegen gehen. Und es ist Sonnenzeit. Ungetrübt und leicht. Auf seinem Weg neue Erfahrungen sammeln. Sich selbst neu entdecken. Aus der Ferne auf sein Leben schauen. Vom Schauen zum Staunen. Und der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt. Zwischen Fluch und Segen. Und weil er schwärmt und stählt. Weil er wärmt, wenn er erzählt. Lachen vor Erleichterung, das alles hab ich bereits erlebt, gelebt, durchlebt. Mit dir. Was bleibt sind wir. Wir sind die Überreste der vergangenen Momente. Wir sind die Vergangenheit.

Eure Yentl Wolff

Challenge: Sei stolz und erfreue dich an all dem, was du bereits in deinem Leben erreicht und erlebt hast!

 

 

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