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Di-Do: 9-12 & 13-16 Uhr | Fr: 9-12 Uhr – 0361 264650

MontagsMoment | 19.10.2026

Liebe CVJM-Community,

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ – Micha 6,8

Der Wochenspruch für diese neue Woche hat es in sich. Einer sehr konkreten Aussage geht die Frage voraus, wie sich das Volk Israel ihrem (und unserem) Gott gegenüber verhalten soll und wie man ihm dient. Im Alten Testament stand das fast immer im Zusammenhang mit Opfergaben. Für diverse Fehlverhalten sollte man Gott Opfer darbringen.

Interessant, dass bereits in unserem alttestamentlichen Text diese Opfergaben überhaupt nicht vorkommen. Hier geht es konkret um drei Verhaltensweisen:

1. Gottes Wort halten,

2. Liebe üben und

3. demütig sein vor deinem Gott.

Da klingt schon fast das neutestamentliche „Doppelgebot der Liebe“ durch, welches Jesus den Pharisäern auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot ca. 800 Jahre später antwortet: „Du sollst 1. Gott lieben mit ganzem Herzen und 2. deinen Nächsten 3. wie dich selbst…“ Punkt 1 und 2 stimmen darin fast überein nur bei der Demut liegt es etwas anders.

Genau dieser Punkt scheint mir aber in unserer Welt voller „selbstbewusster Menschen“ mehr denn je von Nöten zu sein. Die KI schreibt zu diesem Wort: „Demut ist eine innere Haltung der Bescheidenheit, bei der man die eigenen Grenzen und Schwächen anerkennt, ohne sich selbst kleinzumachen“.

Wenn man diese Beschreibung in unsere Beziehung zu Gott setzt, dann wird meines Erachtens ein „passender Schuh daraus“.

Gesegneten Wochenstart
Friedbert Reinert

 

Challenge: Überlege dir, in welchen Situationen dieser Woche „demütiges Verhalten“ eine Chance sein könnte.

 

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MontagsMoment | 12.10.2026

Liebe CVJM-Community, 

543 Fotos in der Galerie, 50 neue Nachrichten, 86 Tabs offen. Unzählige Serien, Songs, Möglichkeiten und Meinungen. Und selbst beim Online-Shopping gibt es nicht einfach einen Pulli – sondern diesen in 37 verschiedenen Ausführungen.

Wir leben in einer Welt, in der wir ständig mehr haben können. Mehr Auswahl. Mehr Erlebnisse. Mehr Bilder. Mehr von allem. – Aber mehr bedeutet nicht automatisch besser. Manchmal macht die Masse sogar etwas kaputt: Unsere Aufmerksamkeit. Unsere Ruhe. Unsere Fähigkeit, wirklich zu genießen. Wir sehen so viel, dass wir kaum noch hinschauen. Wir haben so viele Möglichkeiten, dass wir uns kaum noch entscheiden können.

Vergangenen Samstag war der Welttag der psychischen Gesundheit. Er erinnert daran, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten – auch darauf, was uns guttut, was uns belastet und wann einfach alles zu viel wird. Denn unsere Seele braucht genauso wie unser Körper Zeiten zum Aufatmen, zur Ruhe und zum Auftanken.

Du musst nicht alles mitnehmen. Nicht jede Möglichkeit nutzen. Nicht jedes Bild speichern. Nicht überall dabei sein. Nicht alles wissen. Und du musst auch nicht aus deinem Leben das Maximum herausholen.

Vielleicht darfst du manchmal einfach auswählen, was wirklich zählt.

Zeit mit Gott. Menschen, die dir guttun. Ein Gespräch, bei dem du wirklich zuhörst. Ein Moment, in dem du nichts festhalten musst.

Du bist nicht dafür geschaffen, alles zu erleben. Du bist dafür geschaffen, mit Gott zu leben.

Und vielleicht steckt genau darin auch eine Einladung für unsere psychische Gesundheit: nicht immer noch mehr in unser Leben hineinzupacken, sondern bewusst Raum zu schaffen für das, was uns trägt.

„Du bist wegen so vielem in Sorge und Unruhe, aber notwendig ist nur eines.“ – Lukas 10,41–42

Jesus spricht diese Worte zu Martha, die mit vielen Dingen beschäftigt ist. Seine Worte sind keine Aufforderung, alles stehen und liegen zu lassen. Aber sie erinnern daran, dass nicht alles gleich wichtig ist.

Und manchmal beginnt genau das mit einem einfachen Schritt: weniger – damit wieder Raum für das Wesentliche entsteht.

Einen entspannten Wochenstart dir

Carolin

 

Deine Challenge: Mach heute bewusst Platz für das Wesentliche. Lösche 10 Fotos, die du nicht mehr brauchst. Lege dein Handy für 30 Minuten weg. Verzichte auf eine Sache, die du sonst automatisch konsumierst. Und nutze die gewonnene Zeit für etwas, das dir wirklich guttut – vielleicht für ein Gebet, einen Spaziergang oder ein ehrliches Gespräch.

 

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MontagsMoment | 05.10.2026

Liebe CVJM-Community,

Manchmal fühlt es sich so an, als müsste ich es allen recht machen: immer erreichbar sein, überall mitmachen, nichts ablehnen. Ist es nicht egoistisch, wenn ich merke, was mir guttut und was mir zu viel wird? Ein klares „Nein“ ist ein vollständiger Satz. Ich kann ehrlich und liebevoll sein – zu anderen und zu mir selbst.

Ein Gespräch über ein Seminar zum Meistwerk im November hat mich daran erinnert, woher das mit gesunden Grenzen kommt und wie wichtig es ist. 

Aus der Bibel kann ich dazu immer wieder lernen. Jesus zeigt, dass Rückzug und Grenzen zum Leben gehören. Als viele Menschen ihn suchten, ließ er sich nicht einfach von jeder Erwartung bestimmen. Er nahm sich Zeit zum Beten und wusste, was seine Aufgabe war:

„Wir müssen auch noch in die umliegenden Ortschaften gehen, um dort die rettende Botschaft zu verkünden. Das ist meine Aufgabe.“ – Markus 1,38 

Jesus’ Grenzen waren keine Abwertung der Menschen. Sie halfen ihm, aus seiner Beziehung zum Vater heraus, zu leben und seinen Auftrag im Blick zu behalten. Auch du darfst innehalten, nachdenken und sagen: „Das schaffe ich gerade nicht“ oder „Das fühlt sich für mich nicht richtig an.“ Grenzen können Beziehungen schützen und Raum schaffen für das, was wirklich wichtig ist.

Ich darf immer wieder neu lernen, dass mein Wert nicht davon abhängt, wie viel ich leiste oder ob alle mit mir zufrieden sind. Jesus begegnete Menschen mit Würde – auch denen, die andere übersahen oder abstempelten. Und wer Jesus vertraut, darf sich als von Gott angenommen wissen:

„Seht doch, wie groß die Liebe ist, die uns der Vater erwiesen hat: Kinder Gottes dürfen wir uns nennen, und wir sind es tatsächlich!“ – 1. Johannes 3,1

Diese Identität musst du dir nicht verdienen. Sie ist ein Halt, wenn du dich vergleichst oder unter Druck fühlst. Von diesem Halt aus kannst du lernen, dich selbst ernst zu nehmen – ohne andere kleinzumachen. Du darfst freundlich sein und trotzdem Nein sagen. Du darfst Hilfe suchen, wenn deine Grenzen nicht respektiert werden. Und du darfst Schritt für Schritt entdecken, was dir guttut und wer du in Gottes Augen bist.

Gesegneten Wochenstart

Nicole

Challenge: Schau doch mal in unser Seminarangebot fürs Meisterwerk am 7.11. Da kannst du zum Beispiel das Thema Gesund Grenzen setzen finden. 

 

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MontagsMoment | 28.09.2026

Liebe CVJM-Community,

letzte Woche war ich bei einem zweitägigen Arbeitstreffen. Neben der langen Agenda an Thema habe ich etwas Überraschendes erlebt. Es waren für mich zwei starke Tage in geistlicher Gemeinschaft. Tage voller Gespräche, Gebet, Lachen, ehrlicher Fragen und neuer Ermutigung. Dabei ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig es ist, den Glauben nicht allein zu leben.

Natürlich kann man mit Gott auch allein Zeit verbringen. Wir dürfen beten, die Bibel lesen und Jesus im persönlichen Alltag nachfolgen. Auf Dauer wird es im Wachstum nicht reichen.  Gott hat uns nicht als Einzelkämpfer geschaffen. Christlicher Glaube wächst dort, wo Menschen miteinander unterwegs sind: wo wir uns gegenseitig ermutigen, füreinander beten, Zweifel ansprechen und gemeinsam entdecken, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen.

Ich beobachte, dass einige sich zurückgezogen haben und ihren Glauben privat leben. Vielleicht auch, weil ihre Erfahrungen in Gemeinschaft und Gemeinde nicht gut waren.

Doch die Bibel zeigt uns, dass Gemeinde aus Menschen mit unterschiedlichen Geschichten, Fragen und Schwächen besteht. Gerade deshalb brauchen wir einander. Unser Gegenüber zeigt uns, unsere Schwächen auf oder hilft, Gottes Wort besser zu verstehen. Wachstum ist in Gemeinde möglich. Wir bekommen neue Perspektiven, werden getragen, wenn es schwierig wird, und dürfen selbst für andere zum Segen werden.

Jesus verspricht: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ (Matthäus 18,20)

Vielleicht bist du bisher nur selten in einer Gemeinde oder fühlst dich dort noch fremd. Dann mach den ersten Schritt: Sprich jemanden an, besuche einen Gottesdienst, eine Jugendgruppe oder einen Hauskreis. Warte nicht darauf, dass Gemeinschaft von allein entsteht.

Einen gesegneten Wochenstart
Nicole

Challenge: Suche dir in den nächsten Tagen eine christliche Gemeinschaft und nimm bewusst Kontakt auf. Geh hin und bleib offen.

Gemeinschaft, Gemeinde, Glauben, Alltag, Leben

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MontagsMoment | 21.09.2026

Liebe CVJM Community,

am Mittwoch dieser Woche beginnt nun zum zweiten Mal in diesem Jahr der Herbst. Diesmal ist es der meteorologische Herbstanfang. Im Unterschied zum kalendarischen Herbstanfang (am 1.9.) haben wir am 23.9. die „Tag-und-Nacht-Gleiche“. Dabei sind Tag und Nacht jeweils 12 Stunden lang. Um das Durcheinander noch größer zu machen, gibt es als drittes noch den „phänologischen Herbstanfang“. Dieser ist an kein Datum gebunden, sondern richtet sich nach der Natur. Entsprechend kann er jedes Jahr anders sein, da er von natürlichen Bedingungen des Wetters und deren Auswirkungen abhängig ist. Man spricht vom Frühherbst, wenn Holunder und Esskastanien reif sind, vom Vollherbst bei der Kartoffelernte und Laubverfärbung und vom Spätherbst, wenn das Lauf von den Bäumen fällt.

Mir persönlich ist letztere Einteilung am liebsten. Sie ist nicht starr an ein Datum gebunden, sondern dynamischer und irgendwie natürlicher. Ich erlebe auch, dass in unterschiedlichen Gegenden die Jahreszeiten sehr unterschiedlich beginnen. Wenn ich unterwegs bin, dann gibt es Regionen, wo das Laub stärker verfärbt ist als in anderen Gegenden. Gottes Schöpfung lässt sich nicht in eine Schublade stecken oder an irgendwelchen Fixpunkten festmachen. So unterschiedlich, wie sich Gott in seiner Natur offenbart, erleben wir ihn auch als Menschen. Jeder Mensch macht seine ganz persönlichen und individuellen Erfahrungen mit ihm. Ich finde das spannend. 

Ich wünsche dir möglichst viele Erfahrungen mit unserem wunderbaren Schöpfergott in dieser beginnenden Woche.

Öffne deine Ohren und dein Herz, und lass dich von ganz unterschiedlichen Glaubenserfahrungen anderer Menschen inspirieren und stärken.

Dieses wünscht dir ganz herzlich 
Friedbert Reinert

 

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